Der Wasserzweckverband informiert

Neuigkeiten aus dem Zweckverband, Informationen zum Trinkwasser und wichtige Nachrichten für das Verbandsgebiet lesen Sie an dieser Stelle.

Änderung der Mehrwertsteuer 01.07. – 31.12.2020

Die Bundesregierung beschloss im Rahmen des Konjunkturpaketes zur Corona-Krise die Umsatzsteuer temporär vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 abzusenken. Der Kabinettsbeschluss zum sogenannten Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz lautet nun, dass der volle Umsatzsteuersatz von bisher 19 % auf 16 %, der verminderte von 7 % auf 5 % gesenkt wird. Der Gesetzgeber erwartet durch die Absenkung des Umsatzsteuersatzes eine Stimulierung der Nachfrage und eine Belebung der Konjunktur.

Maßgebend für die Anwendung des neuen Steuersatzes ist der Zeitpunkt, in dem der Umsatz als ausgeführt gilt. Von Bedeutung ist dabei, wann die entsprechende Leistung nach umsatzsteuerrechtlichen Regelungen ausgeführt ist.

Für die Wasserverbrauchsgebühren, Herstellungsbeitrag zur Wasserversorgungseinrichtung und die Kostenerstattung für die Herstellung und Erneuerung der Grundstücksanschlüsse gilt bisher der verminderte Steuersatz von 7% - seit dem 01. Juli 2020 nun 5%.

Bei der Jahresabrechnung der Wassergebühren wird dann der gesamte Jahresverbrauch mit 5% besteuert. Eine Zwischenablesung war somit zum 30.06. nicht notwendig und alle Kunden profitieren vom Nachlass für den gesamten Wasserverbrauch 2020.

Für die Veranlagung der Herstellungsbeiträge zur Wasserversorgungseinrichtung und die Kostenerstattung für die Herstellung und Erneuerung der Grundstücksanschlüsse gilt ähnliches wie bei den Verbrauchsgebühren. Allerdings fallen in die 5% Regelung nur die Maßnahmen, die im 2. Halbjahr 2020 fertiggestellt werden. Alle Altfälle müssen mit 7% Mehrwertsteuer veranlagt werden. Bei der jeweiligen Festsetzung werden wir Ihnen ein Infoschreiben beilegen, warum 5% oder 7% veranlagt werden mussten.

Errichtung eines neuen Trinkwasserbrunnens im Stubental – Gemarkung Frankenhofen

Der Zweckverband beschäftigt sich seit Jahren mit der Ausweisung der Wasserschutzgebiete für die beiden Wassergewinnungsanlagen „Hochreute“ in Thalhofen und „Gerbishofer Feld“ in Aufkirch. Gegen die Schutzgebietsverordnung für die Wassergewinnungsanlage in der Hochreute läuft ein Normenkontrollverfahren. Wann das Verfahren vor dem bayer. Verwaltungsgerichtshof eröffnet wird, steht noch nicht fest.

Für die Neuausweisung des Wasserschutzgebiets für die Wassergewinnungsanlage im Gerbishofer Feld wurde zum geologischen Gutachten auch die Prüfung von Alternativen beauftragt. Die WasserGHG war in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Denklingen bei der Suche für ein alternatives Gewinnungsgebiet im Stubental erfolgreich. Die Gemeinde Denklingen hat bereits die Brunnenbohrung, Errichtung des Trinkwasserbrunnens und die Schutzgebietsausweisung abgeschlossen. Die Erschließungsarbeiten zum Anschluss der Gemeinde Denklingen sind derzeit in Ausführung.

Die WasserGHG wird in kürze die Brunnenbohrung und Erstellung des Trinkwasserbrunnens (Tiefe ca. 40 m) ausführen lassen. Die Firma Abt aus Mindelheim hat hierzu den rund 190.000 € teuren Auftrag erhalten. Der Bohrpunkt befindet sich sogar noch in der Gemarkung Frankenhofen. Nach dem erfolgreichen erstellen des Brunnens erfolgt ein Langzeitpumpversuch (rund 144 Stunden) bei dem die Leistungsfähigkeit des Brunnes, aber auch die gemeinsame Leistungsfähigkeit des Brunnens Denklingen und unseres Brunnens überprüft werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten werden unsere beauftragten Geologen das Gutachten erstellen, inwieweit diese neue Gewinnungsanlage für unseren Zweckverband zur Versorgungssicherheit beitragen kann.