Der Wasserzweckverband informiert

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Gebührenanpassung zum 01.01.2020

Wie bereits im Dezember 2019 ankündigt wurde auf der Verbandsversammlung der WasserGHG am Montag, 13.07.2020 über die Gebührenbedarfsberechnung beraten und abgestimmt.

Von der Verwaltung der WasserGHG wurde eine neue Gebührenkalkulation für den Zeitraum von 2020 bis 2022 in Auftrag gegeben. Das Kommunalberatungsbüro Bitterwolf hat nun das Ergebnis der Nach- und Vorauskalkulation der Gebühren vorgelegt.

Der Zweckverband zur Wasserversorgung Gennach-Hühnerbach-Gruppe ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Er dient dem öffentlichen Wohl und strebt nicht an, Gewinne zu erzielen.

Es ist dabei selbstverständlich, dass der Zweckverband seine Investitionen langfristig und nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten plant.

Nachdem wir nach dem Kostendeckungsprinzip arbeiten, müssen unsere Ausgaben durch die Einnahmen gedeckt werden.

 

Die Mitglieder der Verbandsversammlung haben in einer sachlichen und lebhaften Beratung über die Verteilung des Gebührenbedarfs der sich aus der Grundgebühr und den Verbrauchsgebühren zusammensetzt ausführlich beraten. Seitens der Verwaltung wurden verschiedenste Möglichkeiten der Gebührenanpassung vorgestellt.

Durch mehrheitlichen Beschluss der Verbandsversammlung wurde folgende Gebührenanpassung zum 01.01.2020 beschlossen:

 

neue Grundgebühr

neue
Jahresgebühr

neue
mtl. Gebühr

 

bisherige
Jahresgebühr

bisherige
mtl. Gebühr

Tarif 1 - 4 m³/h (QN 2,5)

40,80 €

3,40 €

 

30,00 €

2,50 €

Tarif 2 - 10 m³/h (QN 6,0)

48,00 €

4,00 €

 

36,00 €

3,00 €

Tarif 3 - 16 m³/h (QN 10,0)

60,00 €

5,00 €

 

60,00 €

5,00 €

Tarif 4 - über 16 m³/h (QN < 10,0)

90,00 €

7,50 €

 

90,00 €

7,50 €

Tarif 5 - Verbundzähler

810,00 €

67,50 €

 

810,00 €

67,50 €

 

Die Verbrauchsgebühr beträgt ab dem 01.01.2020 0,70 € pro Kubikmeter entnommenen Wassers.
Die bisherige Gebühr betrug 0,55 € je Kubikmeter entnommenen Wassers.

Der Anstieg der Gebühren ist auch darauf zurückzuführen, dass für den laufenden Betrieb, den Unterhalt der Anlagen und für die Sanierung der bestehenden Wasserleitungen wesentlich höhere Ausgaben anfallen. Wie bereits in den vergangenen Jahren durchgeführt, stehen auch für die nächsten Jahre große Sanierungsmaßnahmen an. Die Versammlung war sich einig im Bereich Unterhalt und Sanierung der Bestandsleitungen und Anlagen keine Kürzung der Haushaltsmittel vorzunehmen.

 

Die Entscheidung solche Verbrauchsgebühren anzuheben fällt nie leicht, ist aber aus betrieblicher Sicht unumgänglich. Nachdem die Versorgungssicherheit mit erstklassigem Trinkwasser an oberster Stelle steht, müssen wir diese Kosten aufwenden um den fast 6.000 Abnahmestellen gerecht werden zu können.

 

Nachfolgend vier Bespielberechnungen wie sich die Gebührenanpassung auf die Gebührenzahler auswirkt:

Abnehmer:                       Jahresverbrauch     Gebühr (brutto) alt          Gebühr (brutto) neu            Mehrbelastung €   %

1 Personen Haushalt                    35 m³                       52,70 €                             69,87 €                          17,17 €             33%

4 Personen Haushalt                  140 m³                     114,49 €                           148,52 €                          34,03 €             30%

Gewerbe/Landwirt u.a.          2.000 m³                  1.215,52 €                        1.549,36 €                        333,84 €             27%

Gewerbe/Landwirt u.a.          5.000 m³                  2.981,02 €                        3.796,36 €                        815,34 €             27%

 

Nachfolgend einige Angaben zum abgelaufenen Geschäftsjahr:

Verkaufte Wassermenge 2019: 1.239.282 m³

Stand zum 31.12.2019 an verbauten aktiven Wasserzählern: 5.967 Stk.

Jahresumsatz: 4.715.810,40 €

Versorgungsleitungen (ohne Hausanschlüsse): rund 220 km

Hydranten im Versorgungsgebiet: über 1.500 Stk.

Änderung der Mehrwertsteuer 01.07. – 31.12.2020

Die Bundesregierung beschloss im Rahmen des Konjunkturpaketes zur Corona-Krise die Umsatzsteuer temporär vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 abzusenken. Der Kabinettsbeschluss zum sogenannten Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz lautet nun, dass der volle Umsatzsteuersatz von bisher 19 % auf 16 %, der verminderte von 7 % auf 5 % gesenkt wird. Der Gesetzgeber erwartet durch die Absenkung des Umsatzsteuersatzes eine Stimulierung der Nachfrage und eine Belebung der Konjunktur.

Maßgebend für die Anwendung des neuen Steuersatzes ist der Zeitpunkt, in dem der Umsatz als ausgeführt gilt. Von Bedeutung ist dabei, wann die entsprechende Leistung nach umsatzsteuerrechtlichen Regelungen ausgeführt ist.

Für die Wasserverbrauchsgebühren, Herstellungsbeitrag zur Wasserversorgungseinrichtung und die Kostenerstattung für die Herstellung und Erneuerung der Grundstücksanschlüsse gilt bisher der verminderte Steuersatz von 7% - seit dem 01. Juli 2020 nun 5%.

Bei der Jahresabrechnung der Wassergebühren wird dann der gesamte Jahresverbrauch mit 5% besteuert. Eine Zwischenablesung war somit zum 30.06. nicht notwendig und alle Kunden profitieren vom Nachlass für den gesamten Wasserverbrauch 2020.

Für die Veranlagung der Herstellungsbeiträge zur Wasserversorgungseinrichtung und die Kostenerstattung für die Herstellung und Erneuerung der Grundstücksanschlüsse gilt ähnliches wie bei den Verbrauchsgebühren. Allerdings fallen in die 5% Regelung nur die Maßnahmen, die im 2. Halbjahr 2020 fertiggestellt werden. Alle Altfälle müssen mit 7% Mehrwertsteuer veranlagt werden. Bei der jeweiligen Festsetzung werden wir Ihnen ein Infoschreiben beilegen, warum 5% oder 7% veranlagt werden mussten.